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Quantensprung für die Naturwissenschaften an der Weingartenschule

Die Weingartenschule eröffnet ihr neues MINT-Zentrum

MINT zum Anfassen

Schon seit vielen Jahren arbeitet die Weingartenschule an der Stärkung der naturwissenschaftlichen Kompetenzen und hat deshalb im Realschulzweig das Fach Naturwissenschaften als Wahlfach ab Klasse 7 etabliert. Mit der Eröffnung des neuen  MINT-Zentrums – MINT steht für Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften, Technik – in Kriftel am 27. August bieten sich nun ganz neue Möglichkeiten für praktisches Experimentieren im Unterricht und in speziellen Workshops sowie in Arbeitsgemeinschaften. Schon Kinder der 4. Klasse aus der benachbarten Lindenschule dürfen ab diesem Schuljahr gemeinsam mit älteren Weingartenschülern am MINT-Entdeckerlabor teilnehmen. Und auch für die höheren Jahrgänge gibt es Nachmittagsangebote in Robotik und Berufsorientierung.

AG Leiter Joachim Sommer zeigt Mia Mayer und Luise Weißenberger verschiedene Experimente

Die IHK unterstützt den Aufbau mit 15.000 Euro und fördert die Zusammenarbeit mit Unternehmen. Weitere Partner sind Provadis, VCI, Plastics Europe und FCI.

Handlungsbedarf besteht insbesondere bei den mathematischen und naturwissenschaftlichen Kenntnissen von Auszubildenden. Nach der DIHK-Ausbildungsumfrage 2026 stellt rund ein Drittel der befragten Ausbildungsbetriebe im IHK-Bezirk Frankfurt am Main häufig oder immer Defizite in Mathematik fest. Bei den Naturwissenschaften berichtet ein Viertel der Betriebe von entsprechenden Schwierigkeiten. Die IHK setzt deshalb auf frühzeitige MINT-Bildung an Schulen. Die Inhalte werden für junge Menschen vor allem dann greifbar, wenn sie Experimente selbst ausprobieren, eigene Fragestellungen entwickeln und Lösungen praktisch erproben können. Genau hier setzen die MINT-Zentren an. Sie schaffen an Schulen Räume für forschendes und praxisorientiertes Lernen und ergänzen den regulären Unterricht um Erfahrungen, die sich unmittelbar mit der Lebens- und Arbeitswelt verbinden lassen.

Frau Birgit Scheuerle (IHK Frankfurt) eröffnet das MINT-Zentrum gemeinsam mit den Partnern

Dr. Karsten Rudolf, Prokurist bei Provadis, dem Fachkräfte-Entwickler der Industrie mit Sitz am Industriepark Höchst, ergänzt: „Die MINT-Zentren fördern Bildung und Kreativität sowie Forschergeist in vielfältiger Art und Weise über das klassische Kompetenzspektrum Mathematik, IT, Naturwissenschaften und Technik hinaus. Es ist großartig, wie sich die Initiative an unseren Partnerschulen in Frankfurt/Rhein-Main mittlerweile entwickelt hat. Jedes der hochengagierten Teams und die hier zusammengekommen Projektpartner in den Zentren sind ein Gewinn für die Schulen und das jeweilige Umfeld.“ Der hessische Bildungsdienstleister hat die Initiative mit auf den Weg gebracht, begleitet die MINT-Zentren inhaltlich mit Projekten und unterstützt beim Ausbau des Zentrums-Netzwerks.

Dr. Christoph Richter und die Juniormoderatorinnen Luise Weißenberger und Mia Mayer

Eröffnet wurde das MINT-Zentrum in Kriftel im neu gestalteten Weingärtchen bei bestem Wetter durch die Juniormoderatorinnen Mia Mayer und Luise Weißenberger (G7b), die als Mitglieder der Technik AG zugaben, dass ihr Herz für Technik schlägt. Dr. Christoph Richter, dessen Herz sehr laut für die Naturwissenschaften schlägt, dankte allen Vertretern aus Industrie, Wirtschaft und Politik für Ihre Unterstützung bei der Gründung des Krifteler MINT-Zentrums und forderte gleichzeitig die Jugendlichen auf, durch praktisches Anwenden und Tüfteln zu neuen Lösungen zu kommen Fehler seien dabei ein Teil des wissenschaftlichen Arbeitens, die Jugendlichen sollten aber immer kritisch mit ihren Ergebnissen umgehen, denn nur durch Hinterfragen und Bewerten könne man neue Antworten auf drängende Probleme finden. Frau Scheuerle schloss sich für die IHK Frankfurt an und betonte, dass die Betriebe der Region dringend neugierige und interessierte junge Menschen für ihre dualen Ausbildungsberufe suchen – dabei sprach sie besonders Mädchen an. Herr Schnee, Amtsleiter für Schulen, Jugend und Kultur im Main-Taunus-Kreis, verlieh schließlich der Hoffnung Ausdruck, dass die Weingartenschülerinnen und –schüler als Forschende in der Zukunft dazu beitragen könnten, den Wissenschaftsstandort Deutschland zu stärken.

Martin Duyster (Provadis GmbH), Sascha Sandner (IHK Frankfurt a.M.), Dr. Karsten Rudolf (Provadis GmbH), Dr. Brigitte Scheuerle (IHK Frankfurt a.M.), Dr. Christoph Richter (Schulleiter WGS), Tanja Rühl (PlasticsEurope e.V.), Benjamin Reck (WGS), Heike Blaum (Verband der Chemischen Industrie), Jannik Hautz (IHK Frankfurt a.M.)

Daniela Vogel (SSA), Benjamin Reck (MINT-Koordinator der WGS), Dr. Christoph Richter (Schulleiter WGS), Jens Frühbeis (Fachschaftsleitung NaWi an der WGS) und Dennis Schnee (Amtsleitung Schule, Jugend und Kultur)

Der Initiator der Kooperation, Benjamin Reck, und das MINT Team der Weingartenschule freuen sich auf viele spannende Projekte, und alle Gäste konnten im Anschluss an das hervorragende Buffet einige Versuche selbst ausprobieren. In den Fachräumen finden die Krifteler Forscherinnen und Forscher jetzt abwechslungsreiche Experimentiersets zu Themen wie Plastik, Robotik, Informatik, Botanik und Chemie.

Jens Frühbeis und Dr. Brigitte Scheuerle diskutieren im MINT-Zentrum

Außerdem wird durch Lego Mindstorms die Konstruktionsfreude geweckt. Mit einem 3D Printer haben die Schülerinnen Aylin Erpenbach und Martha Blank bereits unter Anleitung von Herrn Daniel Stauzenberger Schlüsselanhänger mit Weingartenlogo erstellt. Für die MINT Begeisterten beginnt nun eine spannende Zeit mit vielen neuen Erfahrungen und Lernmöglichkeiten. Im Laufe des Jahres 2026 soll das Netzwerk auf sechs Standorte wachsen.

Amanawit Yitna und Yia Savic lernen mehr über die Herstellung von Nylon

Aylin Erpenbach und Martha Blank mit den Anhängers aus dem 3D Drucker

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