Per pedes durch die Römerstadt – die WGS-Lateiner in Trier

Schon auf der Hinfahrt nach Trier wurde unsere Vorfreude immer größer. Die Sonne schien, alle Klassenarbeiten waren geschrieben, die Sommerferien standen vor der Tür – bessere Voraussetzungen für unsere Lateinfahrt vom 8. bis zum 9. Juni hätte es kaum geben können.

Gemeinsam mit unserer Lateinlehrerin Nicola van de Loo und unserem Geschichtslehrer Torsten Vetter machten wir, die Lateinschülerinnen und -schüler der drei 9. Gymnasialklassen der WGS, uns mit dem Zug auf den Weg in die älteste Stadt Deutschlands. Besonders gespannt waren wir auf die Porta Nigra, jenes berühmte schwarze Stadttor, das in keinem Reiseführer über Trier fehlt.

Nach unserer Ankunft bezogen wir unser Hotel mitten im Zentrum und machten uns anschließend per pedes auf den Weg, die Stadt zu erkunden. Und tatsächlich, da stand sie, die Porta Nigra, und machte ihrem Namen alle Ehre, denn sie war wirklich schwarz. Noch überraschender war allerdings, wer dort auf uns wartete. Statt eines gewöhnlichen Stadtführers begrüßte uns nämlich ein echter Römer in einer schicken Toga und nahm uns mit auf eine Reise in die Vergangenheit.

In den nächsten zwei Stunden erfuhren wir jede Menge Spannendes über Augusta Treverorum, wie Trier zur Römerzeit hieß. Unser Guide führte uns zu den bedeutendsten Sehenswürdigkeiten der Stadt und erzählte viele interessante Geschichten über das Leben vor fast 2000 Jahren. Besonders beeindruckt hat uns, wie gut viele der Bauwerke bis heute erhalten geblieben sind. Neben der Porta Nigra besuchten wir die Konstantinbasilika und die Kaiserthermen.

Nach so viel Antike hatten wir uns unsere Freizeit redlich verdient. Die verbrachten wir mit Shoppen, Essen, Eisessen, Stadtbummeln oder einfach damit, die Sonne zu genießen.

Am nächsten Morgen besuchten wir das römische Amphitheater. Panem et circenses bekamen wir dort zwar leider nicht zu sehen, doch mit etwas Fantasie konnte man sich die dramatischen Gladiatorenkämpfe in der Arena sehr gut vorstellen.

Dann hieß es leider schon wieder Koffer packen. Viel zu schnell war unsere Zeit in Trier vorbei, und wir machten uns mit der Bahn auf den Heimweg.

Wer einmal dort in Augusta Treverorum gestanden hat, wo vor fast 2000 Jahren die alten Römer lebten, handelten und diskutierten, versteht, warum sich die Beschäftigung mit Latein bis heute lohnt. Auch wenn das römische Reich längst untergegangen ist – unsere Trier-Fahrt werden wir nicht so schnell vergessen.

                                                      Nicola van de Loo, Torsten Vetter und die Lateiner der G9a, b und c.

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