Der Duft von Pizza und Pasta, das Stimmengewirr in den engen Gassen, antike Mauern an jeder Ecke und über allem dieses besondere Gefühl, mitten in der Geschichte zu stehen: Rom wurde für uns Lateinerinnen und Lateiner der beiden 10. Gymnasialklassen im Mai 2026 zu einer unvergesslichen Mischung aus Studienfahrt, Zeitreise und Abenteuer. Gemeinsam mit unserem Schulleiter Dr. Christoph Richter, unserer Gymnasialzweigleiterin Nicola van de Loo und Lateinlehrerin Susanne Böhm machten wir uns auf den Weg in die Ewige Stadt – ganz nach dem Motto: Veni, vidi, vici.
Was monatelang geplant und voller Vorfreude erwartet worden war, begann früh morgens am Frankfurter Flughafen. Nach einem ruhigen Flug bezogen wir unser Hotel nahe des Bahnhofs Termini – der perfekte Ausgangspunkt, um Rom per pedes zu erobern. Und das taten wir auch: Über 100.000 Schritte, rund 80 Kilometer kamen in fünf Tagen zusammen.
Schon am ersten Tag ging es für uns hoch hinaus – auf die Kuppel des Petersdoms nämlich. 551 Stufen später warteten flatternde Haare im Wind, müde Beine und ein atemberaubender Blick über Rom und den Vatikan auf uns. Der Petersdom selbst beeindruckte uns mit seiner gewaltigen Architektur, goldenem Glanz und unvergleichlicher Atmosphäre.
Und plötzlich wurde unser Lateinunterricht lebendig. Auf dem Forum Romanum standen wir mitten zwischen jahrtausendealten Tempeln und Ruinen und spürten den Hauch der Geschichte. Orte, die wir bislang nur aus dem Lateinbuch kannten, lagen nun direkt vor uns. Das Kolosseum präsentierte sich kolossal beeindruckend – hier hörten wir von Gladiatorenkämpfen, „panem et circenses“ und den berühmten Worten „Ave Caesar, morituri te salutant“. Der Palatin ließ uns staunen, denn hier residierten einstmals die römischen Kaiser, während beim Blick auf den Circus Maximus vor allem unsere Fantasie galoppierte, denn von den einstigen Wagenrennen war heute vor allem die gewaltige Fläche geblieben.
Natürlich durfte auch das klassische Rom nicht fehlen: Pantheon, Piazza Navona, Spanische Treppe, Engelsburg und Fontana di Trevi standen ebenfalls auf unserem Programm. Am Trevi-Brunnen warfen wir eifrig Münzen über die linke Schulter ins Wasser – verbunden mit geheimen Wünschen und der Hoffnung auf eine baldige Rückkehr nach Rom.
Ein echtes Highlight war unser Ausflug nach Ostia Antica. Zunächst erkundeten wir die antike Hafenstadt mit ihren Tempeln, Thermen, Wohnhäusern und sogar antiken Latrinen. Eine kleine Taverne versprühte dabei original römischen Charme. Anschließend ging es weiter nach Ostia Lido ans Meer. Dort kauften wir Snacks, picknickten gemeinsam und genossen natürlich Sonne und Wellen. Der Sonnenuntergang am Strand machte den Tag perfekt.
Auch kulinarisch hatte unsere Reise einiges zu bieten: Jeden Abend standen Pizza, Pasta, Gelato und italienische Spezialitäten auf dem Programm. In kleinen Ristoranti probierten wir uns durch die italienische Küche.
Selbst das Wetter spielte fast durchgehend mit: Sonne satt, sommerliche Temperaturen und beste Stimmung begleiteten unsere Fahrt. Nur ausgerechnet im Kolosseum überraschte uns ein kurzer, heftiger Regenguss.
Am Ende waren wir uns alle einig: Weder Latein noch das römische Erbe sind tot oder vergessen. Unsere Romfahrt 2026 hat gezeigt, dass Geschichte lebendig wird – besonders dann, wenn man sie gemeinsam erlebt.Nicola van de Loo und die Lateiner der G10a und G10b

































